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Bloggfćrslur mánađarins, janúar 2018

ALLTSAMAN – DAS GANZE – ALL OF IT

02 Bayrisch Blau Hallsson

Kunstraum München

Hlynur Hallsson

ALLTSAMAN – DAS GANZE – ALL OF IT

29.03. – 06.05.2018

Eröffnung: 28.03. 19 Uhr

Kuratiert von Alexander Steig

Language and communication play an essential role in Hlynur Hallssons’ works. But despite this, Ţetta er ţađ – Das ist es – This is it – is the first exhibition which he composed solely from textual works. In the conceptual and purposeful multilingualism of his works, he confronts himself not only with the semantic difficulties of communication surrounding the work of art, but also with the cultural preconditions of – and multifarious opportunities for – interpretation. From the start, the exhibition title betrays the fact that the multi-layering of language and the shifts in transferring language are main foci of interest in his debate with text. This can also be interpreted as an expression of his way of living in a globalised internationality.

The first of his trilingual spray-works arose in the year 2002 for an exhibition in Overgaden/Copenhagen. In these, Hallsson united elements of text, statements and the fleetingness of modern-day art. His reciprocal multilingualism does not represent a mere translation, however, but rather – in this case – with a discursive entree with a cultural difference: Islandic – the artist’s mother tongue – stands for every original human language. German may well be considered vicarious for all elaborated languages of the “poet and thinker”. And in any case, there is no way round the international lingua franca of English: the global lingua franca per se. The fleetingness of the works is achieved, on the one hand, by using spray paint – a material that has been dismissed for quite some time as having no artistic expression whatsoever. And, on the other hand, by the fact that, in every exhibition gallery, space must be found for the New. Nothing really endures in the halls of the art galleries; all works find themselves in a constant flow and drift from one place to another, whilst some pass away, only to be resurrected elsewhere.

When he occupies himself with the subject of “the word as image”, he shows his exhibition Ţetta er ţađ – Das ist es – This is it, a work that apparently deals with the basis of written language. His alphabet of the Islandic language consists of 32 characters and unites the familiar with the alien. The familiar characters offer the viewer the sense of recognition, while the unknown letters bear within themselves the promise of something new. The work is like an invitation to grasp both the origin and the home of these symbols. It is a return to the very core of things, comparable with his earlier photo-text works, which serve in places as a fragmented diary and, at the same time, as their antithesis. Here, too, Hallsson uses spray paint to emphasise the element of transience.

Jill Leciejewski, Kuckei+Kuckei, Berlin

Kunstraum München
http://kunstraum-muenchen.de

Myndstef/The Icelandic Visual Art Copyright Association
http://www.myndstef.is

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Kunstraum München

Hlynur Hallsson

ALLTSAMAN – DAS GANZE – ALL OF IT

Eröffnung mit Performance: Mi. 28.03.2018

Laufzeit: 29.03. – 06.05.2018

Es erscheint eine Edition.

Kurator: Alexander Steig

Der isländische Konzeptkünstler Hlynur Hallsson sprüht dreisprachig seine scheinbar einfachen Botschaften für ein besseres gesellschaftliches Miteinander oder Kommentare zum örtlichen Umfeld an alle Wände des Kunstraums. Seit 2002 sind über 20 dieser Textprojekte in Dänemark, Deutschland, Island, Japan,
Kroatien, Schweden und den USA realisiert worden. Geschrieben wird in seiner isländischen Muttersprache, englisch als der beherrschenden Verkehrssprache und der Sprache am Ausstellungsort selbst. Die Hyperautentizität der Versalien, ihr meist farblicher Dreiklang und ihre raumbezogene Anordnung gepaart mit einem Gespür für die jeweiligen semantischen Besonderheiten und Absurditäten, dürfen als aktueller Beitrag konkreter Poesie gelesen werden, deren tragische Erkenntnisse teils humorvoll gestützt werden.

Neben neuen Texten wird Hallsson auch ältere Texte auf die Wände bringen, um zu untersuchen, welche etwaige Beutungsverschiebung sich nicht nur durch deren geografische sondern auch zeitliche Verortung ergeben. Schon 2015 schrieb Jill Leciejewski dazu: „Die Flüchtigkeit der Arbeiten wird zum einen durch die Verwendung von Sprühfarbe erreicht – einem Material, dem lange abgesprochen wurde überhaupt künstlerischen Ausdruck zuzulassen. Und zum anderen durch die Tatsache, dass in jedem Ausstellungsraum Platz für das Neue gemacht werden muss. Nichts hat wirklich Bestand in den Hallen der Kunst, alle Werke befinden sich im Fluss und wandern von einem Ort zum anderen und manche vergehen nur um an anderem Ort wieder aufzuerstehen.”

Allein der Ausstellungstitel „Das Ganze“ zeichnet die Richtung vor, die einen unerfüllbaren Anspruch postuliert; weder lässt sich alles zeigen – Hallsson kann immer nur einen Teil des ganzen Geschehens transformieren – noch wird er die Rückschau seiner vielen Texte komplettieren können. Dennoch deutet die Behauptung, das Ganze zu präsentieren auf die doppelbödige Lesart hin, spielt mit der Sehnsucht nach Vereinheitlichung und Übersichtlichkeit in einer immer komplexer werdenden Welt, nach einfachen Antworten, wie sie Populisten für sich lautstark in Anspruch nehmen. So findet sich in der Kreation und Aussage der Textarbeiten neben einer eigenständigen literarischen Qualität auch eine handfeste Populismuskritik.

Der Künstler agiert hier als Vermittler, er ist entweder in eigener Sache aktiv oder im Einsatz für die Sache anderer, wie seine vielen kuratierten Projekte belegen, seine parlamentarische Arbeit für die Grünen in Island, die Leitung des kleinen Kunstmuseums in Akureyri. Seine kulturpolitische Arbeit, so man sie so nennen darf, reflektiert sein zutiefst humanistisches Anliegen, durch poetisierte Kommunikation ein respektvolles Aufeinanderzugehen zu ermöglichen, fernab medialer Schlagzeilen und doch nah am Weltgeschehen entlang. Mit der gewitzten Einfalt eines Candid macht er den Betrachter und Leser darauf aufmerksam, dass wir in der „besten, aller Welten“ leben, aber ihren Lauf nicht unkommentiert hinnehmen dürfen und müssen.

Hlynur Hallsson selbst schreibt im Konzept zu dieser Ausstellung: „Was relevant vor 10 jahren war, trifft heute nicht mehr zu. Und andere texte haben jetzt eine völlig andere meinung. In den sprüh-text-arbeiten geht es häufig um das, was man versteht und was nicht. Oder wie jeder etwas versteht. Wenn man weiss, dass man etwas nicht versteht oder vermutet, dass man nicht versteht. Es geht auch um übesetzung, direkte oder indirekte übersetzung. Um worte und zusammenhang.“

Nach der Ausstellung im Kunstraum sollen Hallssons Textarbeiten der letzten 16 Jahre im icon-verlag München erstmals geschlossen publiziert werden. Diese 50 Textarbeiten umfassen politische und alltägliche, ortsgebundene und gesellschaftskritische Beiträge von 20 internationalen Ausstellungen und Beteiligungen.


Hlynur Hallsson

Hlynur Hallsson

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